Steine setzen

Steine setzen in Metalclay

Generell können alle brennbaren Steine in das weiche Clay eingedrückt werden. Vor allem wenn Sie kleinere Edelsteine im Bereich bis zu etwa 4 mm einsetzen wollen, ist dies eine gute Methode. Allerdings sieht das nicht immer schön aus, wenn die Steine größer sind, weil sich das verdrängte Clay nach außen wölbt, also einen kleinen Wulst um den Stein herum bildet. Natürlich können Sie diesen wieder etwas an den Stein drücken und später glatt schleifen. Aber je größer der Stein ist, desto schwieriger wird das. Fast ganz unmöglich ist es, so zu verfahren, wenn der Stein in eine Textur eingearbeitet werden. Bei etwas größeren, nicht runden Steinen empfiehlt es sich deshalb, vor dem Eindrücken des Steins eine kleine Menge Clay vorsichtig aus dem noch feuchten Werkstück heraus zu schneiden und erst dann den Stein einzudrücken. Dazu verwenden Sie am besten einen sehr feinen, scharfen Cutter oder ein Skalpell. Schneiden Sie damit so viel aus dem nicht mehr weichen, aber noch nicht getrockneten Schmuckstück etwas Metalclay heraus. Menge und Form sollten sich ungefähr nach Form und Größe des Steins richten. Wichtig ist es, sich auch an der Tiefe des Stein-Unterkörpers zu orientieren. Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Sie den Stein tief genug in das Metalclay einbetten. Die Tafel (die Oberfläche des Steins) muss sich unterhalb der Clay-Oberfläche befindet. Nur so können Sie sicher sein, dass der Stein beim Brennen nicht heraus gedrückt wird. Manchmal empfiehlt es sich daher, einen etwas größeren Raum auszuschneiden und eventuelle zu erwartende Hohlräume später mit etwas frischem Clay aufzufüllen. Nämlich erst dann, wenn Sie den ins bereits trockene Clay einsetzen. Das frische passt sich Stein und Hohlraum an und füllt diesen perfekt aus.

Viel einfacher gestaltet sich das Setzen von Edelsteinen, wenn sie runde, nicht zu große Steine verwenden. Selbstverständlich können Sie auch diese in das feuchte Clay eindrücken. die Probleme, die sich dabei ergeben, haben wir ja gerade gesprochen. Die elegantere Lösung ist dagegen das Setzen von runden Steinen erst dann, wenn das Clay schon trocken ist. Dies wird mit einem so genannten Steinruhfräser bewerkstelligt:

  • ein kleines Loch vorbohren für eine bessere Führung des Fräsers
  • nun mit dem Steinruhfräser bis etwa zur Mitte von dessen Schaft vorsichtig in das Schmuckstück ein Loch einfräsen
  • Stein mit Pinzette oder Fingerspitze aufnehmen
  • Spitze des Steins nach unten in das genügend tiefe Loch setzen
  • Tafel (flache Oberseite) des Steins muss unterhalb des Clayspiegels liegen

Unser Handbohrer mit den zugehörigen Bohrern und Fräsern eignet sich hervorragend für diese Aufgabe. Durch die Schnellspannvorrichtung im richtigen Durchmesser sind die Bohrer und Fräser in Nu gewechselt. Wenn ich sie sehr erfahren im arbeiten mit Metalclays und im Umgang mit Maschinen sind, können sie die Steine auch mit dem Dremel einsetzen. Sicherer aber ist es, den Fräser zusammen mit dem Handlbohrer zu verwenden.

Größere Steine wegen der geringeren Schrumpfung mit niedrigerer Temperatur brennen. Bei zu hohen Temperaturen könnte das Metalclay, vor allem PMC Feinsilber, um den Stein herum einreißen. In diesem Falle können Sie versuchen, etwas frisches Silverclay in den Riss einzufügen und das Schmuckstück noch einmal bei niedriger Temperatur zu brennen.

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